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Wenn man Leute über
Hüftdysplasie reden hört, und darüber, dass
Röntgenbilder angefertigt worden sind, geht es meistens um Hunde.
Aber dieses Problem gibt es auch bei Katzen. Die Hüftdysplasie ist
ein erblicher Defekt der Gelenkpfanne des Hüftgelenks, der darin
besteht, dass diese nicht so tief ist, wie sie sein sollte. Deshalb
passt der Kopf des Oberschenkelknochens nicht genau in das Gelenk und
die Oberflächen beginnen, aneinander zu reiben. Das bewirkt eine
Degeneration (Abnützung) der Gelenkknorpel, er wird abgerieben.
Die Gelenkfläche ist dann aus blankem Knochen. Diese Reibung von
Knochen auf Knochen kann für die Katze schmerzhaft sein.
Unglücklicherweise kann der Körper kein Knorpelgewebe
nachbilden und versucht oft, den Schaden durch eine Mehrproduktion von
Knochengewebe zu beheben. Das verschlimmert aber das Problem noch mehr.
Katzen sind im Allgemein sehr gut darin, Schmerzen nicht zu zeigen, und
sie können an HD leiden, ohne im geringsten zu hinken. Statt
dessen kann es sein, dass sie sich einfach sehr vorsichtig oder weniger
als üblich bewegen oder versuchen, Sprünge zu vermeiden.
Katzen mit einer milden Form von HD können auch überhaupt
nicht darunter leiden.
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Röntgenbilder eine Katze mit normale Hüfte
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Röntgenbilder eine Katze mit HD, Grad 3 im beide Hüften
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Seit dem Januar 2000 führt der
Schwedische Maine Coon Cat Club ein öffentliches Register für
Röntgenaufnahmen von Hüften. Es wird empfohlen, dass alle
Katzen auf HD gestestet werden sollen, bevor sie zur Zucht eingesetzt
werden, damit das Auftreten von HD innerhalb der Rasse minimiert werden
kann. Das ist ein offizielles Register, dessen Zweck ist es, die
Häufigkeit des Auftretens von HD innerhalb der Rasse der Maine
Coon Katzen herauszufinden. Der Schwedische Maine Coon Cat Club
arbeitet mit dem Tierarzt Dr. Lars Audell, der in Schweden der
führende Spezialist auf diesem Gebiet ist, zusammen. Dr. Audell
sendet die ausgewerteten Röntgenbilder und die Resultate zu einem
Beauftragten des Maine Coon Cat Club, der dieses Register führt.
Dieser wiederum archiviert die Röntgenbilder und registriert den
Befund, der innerhalb von 60 Tagen, nachdem der Katzenbesitzer die
Ergebnisse erhalten hat, öffentlich zugänglich gemacht wird.
Das Original des Befundes wird dem Besitzer zugesandt, sobald die
Bezahlung beim Club eingegangen ist.
Es sind natürlich auch
Züchter anderer Katzenrassen als der Maine Coon eingeladen, an
diesem Gesundheitsprogramm teilzunehmen.
Da sich die Hüftdysplasie nicht nur
bei den Maine Coon findet, könnte es für Züchter anderer
Rassen interessant sein, zu wissen, dass auch sie die Möglichkeit
haben, an diesem Gesundheitsprogramm teilzunehmen. HD taucht quer durch
alle Rasse in mehr oder weniger großem Ausmaß auf. Wenn es
erst einmal eine bestimmte Anzahl von Evaluierungen gibt, wäre es
möglich, Züchtern genauere Angaben für ihre jeweilige
Rasse zu machen. Das Register für andere Rassen wird von derselben
Person geführt wie das für die Maine Coon, die Prozedur ist
derzeit die gleiche.
Empfehlungen zum Testen und zur Zucht (Maine Coons)
Das ordnende Protokoll unter diesem System ist wie folgt:
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Normal: gute Hüften, keine Abweichungen
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Grenzfall (borderline): nicht ziemlich vollkommene Struktur, aber dysplastic nicht ausgesprochen
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Grad 1: die mildeste Form von Dysplasia
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Grad 2: gemäßigt betroffene Hüften
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Grad 3: schlecht betroffene Hüften
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Genetiker haben uns geraten, am Anfang
dieses Gesundheitsprogrammes keine zu enge Selektion bei den
Zuchttieren zu betreiben. Es wäre nicht sinnvoll, alle Katzen mit
HD vollständig von der Zucht auszuschließen. Deshalb
empfehlen wir im Moment, Katzen mit dem Testergebnis "Grad I" auf der
in Schweden benutzten Scala nicht automatisch aus der Zucht
auszuschließen, sie sollten allerdings nur mit Katzen verpaart
werden, die keine Zeichen einer HD aufweisen; das ist entsprechend dem
Ergebnis "Normal".
Hüftdysplasie ist bei Katzen
multifaktoriell erblich, betrifft also multiple Genpaare. Zwei Katzen,
die selbst keine HD zeigen, können Nachkommen haben, die HD
bekommen. Genauso können Nachkommen von zwei Katzen, die HD haben,
selbst keine HD aufweisen. Deshalb sollte jede Generation der zur Zucht
verwandten Katzen getestet werden, um das Risiko für HD zu senken.
Die Anzahl der HD-getesteten Katzen und
die der Ergebnisse ist immer noch ziemlich klein, aber die Entwicklung
sieht sehr vielversprechend aus. Die statistische Auswertung zeigt
deutlich, dass Elterntiere mit normalem Hüftstatus in der Regel
Nachkommen mit besseren Ergebnissen haben als solche mit unbekanntem
Hüftstatus.
Quelle: PawPeds
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