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Dieses Thema möchte ich nicht
unbegründet auf dieser Homepage auflisten. Immer wieder werden
Katzen in Tierheime gegeben oder auf Straßen ausgesetzt weil
menschlicher Nachwuchs auf dem Wege ist, wobei dies nicht nötig
wäre. Dies ist neben dem Versterben des Lebensgefährten einer
der meist genannten Gründe, warum die bisherigen Haustiere ein
neues Zuhause suchen.
Ein Schwangerschaft und das bevorstehende
Kind sind eine große und aufregende Angelegenheit. Bedenken Sie,
dass nicht nur Sie, auch ihre Katze sich neu orientieren muss. Sie
versteht nicht, was vor sicht geht. Lassen Sie die Katze alles
abschnüffeln, was für das Kind gedacht ist und lassen Sie die
Katze in Begleitung in das Kinderzimmer, damit sie sich nicht
ausgeschlossen vorkommt.
Kuschelstunden sind sowohl für die
werdende Mutter, als auch die Katzen angenehm. Zudem sollten Sie sich
vor dem Besuch des Frauenarztes selbst über Toxoplasmose
informieren, da Frauenärzte gerne übertreiben und sogar dazu
raten die Katze wegzugeben. Eine Schwangerschaft und die bevorstehende
Geburt ist eine Krankheit und sollte demnach auch nicht so behandelt
werden. Auch das Risiko auf eine Katzenhaarallergie des Neugeborenen
wird nicht verstärkt, ganz im Gegenteil.
Sie sollten der Katze beibringen, dass sie
nur in Begleitung von Ihnen in das Babyzimmer darf. Schließen Sie
das Kinderzimmer, wenn das Kind dort schläft. Möchten Sie das
Zimmer zu Beginn offen lassen, können sie den Eingang durch ein
entsprechendes Gitter abtrennen das verhindert, dass die Katze in den
Raum kommt. Sollte das Kind mit Ihrem Schlafzimmer schlafen, wird die
Katze anfangs große Probleme haben dies zu verstehen, da sie
zuvor auch immer mit in Ihrem Bett schlafen durfte. Versuchen Sie ihr
in diesem Moment einen anderen Raum schmackhaft zu machen indem sie
neue Kuschelplätze erhält, welche evtl. auch nach Ihnen
riechen. Manche Katzen finden zudem Dinkel- oder Kräuterkissen
unwiderstehlich, in diesem Fall sollte man wohl auf den Kauf
verzichten.
Wenn das Baby da ist, sollte es der Katze
vorgestellt werden. Bereits in der Klinik kann der Vater das
Babygeschrei aufnehmen oder ein Spuktuch mitbringen, an dem die Katze
schnüffeln kann. So kann die Katze sich bereits an die Klänge
und Geräusche gewöhnen. Zuhause angekommen kann die Reaktion
ganz anders ausfallen. Lassen Sie die Katze auf jeden Fall an dem Kind
schnuppern, nur so kann sie sich an das Baby gewöhnen. Verfallen
Sie auch nicht in Panik wenn die Katze evtl. mal kurz das Baby ableckt,
mit Wasser und Seife sollte dies schnell wieder behoben sein. Zudem
sollte man sein Kind nicht vollkommen steril erziehen. Sie können
es niemals vor jedem Dreck und allen Bakterien schützen.
Viele Katzen mögen das Strampeln und
Schreien von Babys nicht und reagieren mit Abwesenheit indem sie sich
irgendwo verkriechen. Wird die Katze allerdings eifersüchtig,
sollten Sie möglichst viel Zeit mit Schmusen und Spielen mit ihrem
Stubentiger verbringen. Zeigen Sie ihr, dass sie ebenfalls ein
geliebtes voll integriertes Familienmitglied ist, auch wenn das Kind
neu ist und viel Aufmerksamkeit benötigt. Aber vergessen Sie
niemals, dass eine Katze genauso hilfebedürftig ist wie ein Kind
und auf sie angewiesen ist.
Wenn das Kind größer wird hat
die Katze den Vorteil, dass sie das Kind zum krabbeln anregen
könnte. Kinder und Katzen sind meist verträglich. Sollte es
einer Katze mal zu viel werden wird sie sich rechtzeitig
zurückziehen, bevor sie die Krallen erheben wird. Allerdings
sollten Sie auch einige Punkte beachten, besonders wenn das Kind ins
Krabbelalter gelangt:
- Futter: Klaut das Baby einmalig Futter von der Katze
ist dies kein Problem, solange der Bereich sauber gehalten wird. Sehen
Sie dies nicht so gerne, sollten Sie den Futterplatz Ihrer Katze
höher verlegen, so dass ihr Kind nicht an den Napf kommt.
- Lassen Sie die Katzenstreuschaufel nicht an einem Ort
liegen, wo ihr Kind ran kommt. Kinder stecken bekanntlicherweise alles
in den Mund, was ihnen ins Auge fällt.
- Katzenklo: Ein Sandkasten wäre definitiv eine
bessere Lösung :) Aber gegen ein einmaliges Ausrutschen mit der
Hand ins Katzenklo ist nichts zu sagen. Halten Sie das Klo immer sauber
und entnehmen Sie Hinterlassenschaften am besten umegehend, bevor das
Kind dies tut.
- Achten Sie darauf, dass Ihre regelmäßig geimpft und entwurmt wird.
- Kratzen: gelegentliches Kratzen wird nicht vermeidbar
sein, meist sind Katzen allerdings vorsichtig. Vermutlich haben auch
Menschenbabys einen Welpenbonus. Es kann aber immer mal passieren, dass
ein Baby keine Ruhe gibt und die Katze sich wehren muss. Versuchen Sie
Ihrem Kind beizubringen, dass eine Katze kein Spielzeug ist, sondern
ein Lebewesen, was vorsichtig behandelt werden muss. Auch ein Kleinkind
wird verstehen, dass eine Katze nicht am Schwanz gezogen wird.
Sicherlich wird alles nicht immer einfach
sein, aber es hat viele Vorteile sein Leben gemeinsam mit einer Katze
zu verbringen. Nehmen Sie sich den Mut dazu, dann wird es ein
harmonisches Zusammenleben geben.
oxoplasmose
Viele fragen sich, ob sie ihre Katze
weggeben müssen, nur weil sich menschlicher Nachwuchs anbahnt.
Dies ist allerdings nicht der Fall, es sollten nur einige wichtige
Dinge beachtet werden.
Toxoplasmen sind Einzeller, Endwirt ist
die Katze, jedoch werden auch andere Lebewesen als Zwischenwirte
benutzt. In diesem Fall bilden die Toxoplasmen im Fleisch der
Zwischenwirte Zysten, in denen sie sich bis zum Erreichen des Endwirtes
Katze verkapseln. Die häufigste Toxoplasmeninfektionsquelle
für Menschen ist nicht etwa die Katze, sondern der Verzehr von
rohem oder unzureichend gegarten Fleisch (vor allen Tieren, darunter
fallen auch Rohwürste u. Schinken), ebenso von ungewaschenen Obst,
Gemüse und Salat. Die meisten Erwachsenen haben sich längst
mit Toxoplasmen infiziert und sind daher immun: In Mitteleuropa weisen
60 - 70 % der Bevölkerung Antikörper (die mütterlichen
Antikörper schützen auch das Ungeborene) gegen Toxoplasmen
auf. Die Infektion verläuft meist unbemerkt oder mit
unspezifischen Merkmalen einer allgemeinen Infektion.
Nur wenn eine Frau keine Antikörper
(Frauenarzt nach Blutuntersuchung auf Toxoplasmen - Antikörper
fragen!) aufweist, kann eine Toxoplasmeninfektion während der
Schwangerschaft ein Risiko für das Ungeborene (Organschäden,
Entwicklungsverzögerungen, Früh- und Totgeburten) darstellen.
In dem Fall sollte man seine Katze beim Tierarzt auf Toxoplasmen -
Antikörper testen lassen, denn nur eine frisch infizierte Katze
kann die für den Menschen gefährlichen Oozysten über den
Kot ausscheiden, der übrigens erst nach einer gewissen Zeit
infektiös ist. Wenn der Antikörper - Test der Katze negativ
ist, auf keinen Fall rohes Fleisch verfüttern (und natürlich
auch keines essen!), um nicht doch noch eine Infektion
herbeizuführen. Bei Freigängern, die noch keine Infektion
durchgemacht haben, steht man vor dem Problem, dass sich z. B. bei der
Mäusejagd infizieren können. Das bedeutet: Katze drinnen
behalten (sehr schwierig) oder penibel auf die Hygiene achten
(Disziplin u. häufiges Händewaschen)
Wenn der Test der Katze auf Toxoplasmose
positiv war, ihr eigener jedoch negativ ausgefallen ist, sollte "Frau"
die Reinigung des Katzenklos jemand anderem überlassen oder
zumindest Handschuhe dabei tragen. Nach Gartenarbeit (Kot der
Nachbarkatzen), Katzentoilettenreinigung und intensiven Schmusen (evtl.
Kotreste im Fell = Schmierinfektion) die Hände sorgfältig
waschen. Salat, Obst und Gemüse auf keinen Fall ungewaschen essen
(auch Schnecken und Insekten können Toxoplasmenträger sein)
und natürlich rohe und halbgare Fleisch- und Wurstwaren meiden.
Wer diese Vorsichtsmaßnahmen beachtet, darf auch während der
Schwangerschaft Freude an seinem Fellbüschel haben.
Weitere wichtige Informationen finden Sie auch bei Labokin.

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